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„Meiner Treu!“ ſprach O'Donnel, als er in Geſellſchaft Lilini's und ſeiner jungen Freunde in ſein Quartier zurückkehrte.„Seine Majeſtät ſcheint wahrhaftig ſo ſtumpf, wie ſein Namensvetter Carl V zu ſein, als dieſer ſeinem eigenen Leichenbegängniß beiwohnte.“
„Er hat demſelben beigewohnt,“ bemerkte der Graf ernſt.
Seine Begleiter blickten ihn erſtaunt an.
„Oder vielmehr dem der ſpaniſchen Monarchie, was für ihn auf daſſelbe hinausläuft,“ fuhr der Graf fort.„Ein König, der ſeine Krone verloren hat, iſt nur ein lebender Leichnam.“
„Verloren!“ wiederholte der Oberſt;„er mußte ſie doch zuerſt beſeſſen haben.“
„Seine Hand war nahe daran,“ erwiderte Lilini; „ſchlimme Rathgeber allein hielten ihn ab ſie zu er⸗ greifen. Wären die Rathſchläge des Verſtorbenen befolgt worden, ſo wären Don Carlos und El Tio nach Madrid gekommen.“
„Er wird deßhalb doch noch hinkommen!“ rief D'Donnel eifrig.
Damit endigte die Unterredung. Der Graf gab keine Antwort und dieß ſchien Harold und Harry ein genügender Beweis, daß er die Ausſichten des Fürſten mit dem Obergeneral zu Grabe getragen erachte.
Als die Rathsſitzung zu Ende war, in welcher Pläne aller Art, ausführbare und nicht ausführbare, debattirt worden waren, erſchien ein Adjutant, wel⸗ cher an Lilini und bie jungen Engländer die Auf⸗ forderung überbrachte in dem Palaſte zu erſcheinen.


