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Sache des Don Carlos und der heiße Wunſch, den gefallenen Feldherrn, der ſie ſo oft zum Siege ge⸗ führt hatte, zu rächen, hielt die Disciplin und den Geiſt in ihr aufrecht.
Die Ueberlegenheit von Zumalacarregui's Genie wurde unmittelbar nach ſeinem Tode peinlich ge⸗ fühlt. Während ſeines Obercommandos dachte Nie⸗ mand entfernt baran ſeine Plane zu kritiſiren; Officiere und Soldaten folgten ihm mit jenem blin⸗ den Gehorſam, der einzig aus dem Vertrauen ent⸗ ſpringt; die Plane ſeines Nachfolgers dagegen wur⸗ den ganz offen beſprochen und zwar nicht allein von Diviſionsgeneralen, ſondern auch von Oberſten und Subalternen, welche ſelbſt auf eigene Verantwor⸗ tung hin manchmal dieſelben änderten oder mo⸗ dificirten.
Am ſechsten Tage traf der König aus Durango ein, in der Abſicht das Lager zu inſpiciren und mit eigenen Augen ſich von den Fortſchritten der Bela⸗ gerungsarbeiten zu überzeugen. Die Truppen jauchzten ihm in gewohnter Weiſe zu, als er durch die Linien ritt; aber trotz ſeines Bemühens ſeine Stimmung zu verbergen, gab ſich dennoch auf ſeinen Zügen Muth⸗ loſigkeit und tiefer Kummer kund; auf ſeinem Geſichte lag jener melancholiſche Ausdruck, welcher, wie Manche meinten, das Schickſal der franzöſiſchen und ſpaniſchen Bourbons gewiſſermaßen prophetiſch andeutete.
Unmittelbar nach dieſer Inſpicirung fand eine Rathsſitzung im Palaſte ſtatt, dem Miniſter und Generale anwohnten, aber die unbezähmbare Energie, der kräftige Wille, der Genius, der dieſelben ſonſt leitete, blieb dießmal ſtumm.


