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„Wer ſagt jetzt noch, daß wir Madrid nicht zu ſehen bekommen werden,“ rief O Donnel ganz ver⸗ gnügt aus.„Der König iſt endlich zur Vernunft gekommen,— hat dem Verrath einen Riegel vor⸗ geſchoben,— wozu es, unter uns geſagt, die höchſte Zeit war. Graf,“ ſetzte er mit einer halb ſcherz⸗ haften, halb ernſten Verbeugung hinzu,„Sie wer⸗ den hoffentlich meine Dienſte nicht vergeſſen, wenn Seine Majeſtät Sie an die Spitze der Geſchäfte ge⸗ ſtellt haben wird.“
„Wenn Ihr Potent als General nicht eher unterzeichnet wird, als bis ich Miniſter bin,“ er⸗ widerte Lilini,„ſo fürchte ich, daß Sie als Oberſt leben und ſterben werden.“
„Das wäre für uns Beide ſchade,“ murmelte der tapfere Soldat.„Aber ob General oder Oberſt, ſo werde ich doch der Sache, welche nach meiner Ueberzeung die gute iſt, und dem armen mißleiteten Fürſten dienen, ſo lange ſeine Fahne auf ſpaniſchem Boden weht, oder er noch einen einzigen Soldaten beſitzt, der ſie vertheidigt.“
Oberſt O'Donnel hielt ſein Wort und kämpfte während des ganzen unglücklichen Feldzugs mit einer Ergebenheit und einem Muthe, die ein beſſeres Schickſal verdient hätten. Als der Verrath Marotto's, der zuletzt das Commando über die carliſtiſche Armee führte und das Gold der Börſeſpeculanten von Lon⸗ don und Paris ſeine Truppen corrumpirt hatte, ſuchte er an der Spitze von einem Dutzend ſeiner Leute, die alle eben ſo entſchloſſen, wie er ſelbſt, waren, den König auf, der auf dem Punkte ſtand,
Zuflucht in Frankreich zu ſuchen und erbot ſich den


