Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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190 Eintreten,„den ſcheinbaren Mangel an Hochachtung, weil ich trotz Ihrer Anweſenheit hier mich einzu⸗ finden mir erlaube; aber es iſt ein engliſcher Arzt zum Beſuch dieſer Herren im Lager eingetroffen. In der Hoffnung, daß deſſen Kunſt ſich an einem Nanne bewähre, der mit Recht Ihnen ſo theuer iſt, haben wir ihn mitgebracht.“

Auf dem bleichen, angſtvollen Geſichte des Kö⸗ nigs leuchtete ein Hoffnungsſtrahl auf. Mit mili⸗ täriſcher Offenheit hatte ihm Zumalacarregui den traurigen Irrthum aufgedeckt, der dadurch began⸗ gen worden war, daß man den Marſch auf die Hauptſtadt vetzögert hatte, und den Monarchen be⸗ ſchworen, daß, wenn wieder eine ſolche Gelegenheit ſich darbiete, man dieſe ja nicht unbenützt vorüber⸗ gehen laſſen ſolle— ein Rath, der gleich den meiſten Rathſchlägen zu ſpät kam.

Sanchez hatte kaum die Worte vernommen, daß

ein engliſcher Arzt anweſend ſei, als er ſachte aus

dem Zimmer ſchlich, und einige Minuten hernach ſah man ihn auf einem flüchtigen Pferde raſch die Hauptſtraße der Stadt hinabreiten. Hätten diejeni⸗ gen, welche ihn erblickten, die Urſache ſeiner Flucht errathen, ſo würden Hunderte von Kugeln ihm nach⸗ geſchickt worden ſein, und eben ſo viele Hände wären bereit geweſen; ihn für ſeinen Verrath in Stücke zu hauen.

„Was ſagen Sie dazu, theuerſter Freund?“ flüſterte der Monarch dem General zuz„wollen Sie ſich dieſem Engländer anvertrauen?“

„Wem?“ fragte der Sterbende, ohne die Augen zu öffnen.