Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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Nach ein paar Stunden der Erholung und Er⸗ friſchung trat die ſiegreiche Partei den Rückgang wieder an und erreichte, begünſtigt durch die Nacht und die Treue ihrer Wegweiſer, am folgenden Tage mit ihrer Beute und ihrem Gefangenen wohlbehal⸗ ten das carliſtiſche Lager wieder. Die Uebrigen waren erſchoſſen worden. Der Sieger behandelte, wie es von ſeiner edlen Natur nicht anders zu er⸗ warten war, den Gefangenen nicht allein mit aller Auszeichnung, indem er ihn an ſeinen eigenen Tiſch

einlud, ſondern ſchrieb ſogleich an Rodil, indem er

ihm deſſen Austauſch gegen einen Officier von Ma⸗ nuel's Rang, der wenige Tage zuvor gefangen ge⸗ nommen worden war, vorſchlug. Man ſaß gerade bei Tiſche, als die Antwort eintraf. Der Brief enthielt blos folgende Worte:

„Die gefangenen Rebellen haben bereits den Tod erlitten.““

Dieß war eine klare Sentenz für den Gefange⸗

nen und Zumalacarregui händigte ſie ihm mit der⸗ ſelben Kaltblütigkeit ein, mit der er die Verkündi⸗ gung ſeines eigenen Geſchickes entgegengenommen hätte. Via Manuel wechſelte die Farbe; ſein Wirth theilte ihm höſlich mit, daß er bis Sonnenaufgang mit ſeinem Beichtvater beiſammen bleiben könne,

und verließ das Zelt. Dieſe Nachricht traf den un⸗

glücklichen Edelmann wie ein Donnerſchlag, und es wurde auf deſſen lebhafte Bitte ein Bote an den König geſchickt, um deſſen Milde in Anſpruch zu nehmen. Die Antwort lautete dahin: daß, nachdem Soldaten und Officiere, die mit Waffen in der

Hand gefangen genommen worden ſeien, von