29
rechten Zeit einzutreffen hoffte, marſchirte ganz ſorg⸗ los. In ſeiner Begleitung befanden ſich eine Menge höherer Officiere, ſowie der Graf von Via Monuel, ein Grand erſter Claſſe, der mit dem Range eines Oberſten als Volontair in der chriſtiniſchen Armee diente.
Zumalacarregui, der ſoeben mit dem Ausſtellen ſeiner Leute fertig geworden war, kam in Beglei⸗ tung O'Donnels und ein paar Adjutanten an dem Grafen und den beiden Freunden vorüber. Als er die beiden jungen Engländer erkannte, lächelte er ernſt.
„Es wird hart hergehen,“ bemerkte Lilini,„denn
Tio hat den Säbel gezogen.
„Die armen Schelme,“ ſagte Harold.
„Sie verdienen Ihr Mitleid nicht,“ verſetzte der Graf.„Ich meine nämlich Carandolet und ſeinen Stab. Ihre Hände ſind mit dem Blute von alten und jungen Leuten befleckt. Sie haben nie Gnade geübt und haben daher auch kein Recht ſolche von Andern zu erwarten.“
Die Stellung, welche der carliſtiſche General genommen hatte, hefand ſich in einer äußerſt male⸗ riſchen Gegend, die zu dem Unternehmen, das man vor hatte, wie geſchaffen ſchien. Die Felſen von San Fauſtus, von welchen der Paß ſeinen Namen hat, erheben ſich in zerſtreuten Maſſen in einem je⸗ ner wilden Diſtrikte, in welchen dichtes Gehölz die Straße einfaßt, und rieſenhafte Steinblöcke, die ſich vom Hauptfelſen abgelöst haben und auf den fla⸗ chen Boden herabgerollt ſind, eine höchſt günſtige Gelegenheit zu einem Hinterhalte bieten. Hinter


