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Ihnen keine Sorge zu machen,“ ſetzte er hinzu; „es laſſen ſich deßhalb doch Mittel ausfindig ma⸗ chen, um die Uebertragung der Herrſchaft geſetzlich und befriedigend zu bewerkſtelligen. Ich habe be⸗ reits Wigget und Tye darüber zu Rath gezogen.“
„An den Galgen mit Wigget und Tye!“ rief der Yankee;„denn da fällt mir eben die gefälſchte Quittung über Capitän Cheerly's Verſchreibung von fünftauſend Pfund ein.“
„Wir trafen nämlich Miß Cheerly auf dem Hofe,“ bemerkte Albert Mortimer ruhig, indem er ſich an des Bankiers Schreibtiſch ſetzte,„und unſer Freund hätte ohne meine Geiſtesgegenwart die Quit⸗ tung vorgewieſen.“
„Das hätte er nicht gewagt,“ antwortete der Geldmann, mit Mühe die Beſtürzung verbergend, e welche ihn die unerwartete Entdeckung verſetzt hatte.
Brandon lachte laut auf.
„Ich wiederhole nochmals, daß er es nicht ge⸗ wagt hätte,“ fuhr der Bankier fort.„Er vergißt, daß mein Zeugniß ihm den Reichthum, in deſſen Beſitz er ſich geſetzt hat, wieder rauben kann.“
„Sie haben es bereits abgelegt,“ erwiderte der Officier.
„Und dieß,“ ſagte ſein Gefährte in triumphiren⸗ dem Tone, indem er die gefälſchte Quittung her⸗ vorzog,„wird Sie jederzeit an den Galgen bringen. Sie haben in der letzten Zeit zu gute Geſchäfte gemacht, als daß Sie dieß riskiren möchten. Das Leben iſt gar ſüß, meine ich, wenn man reich iſt.“
„Sie werden mir doch Ihr Wort nicht brechen


