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pfangen wurden, was vielleicht gerade ein Beweis war, daß er ihnen mißtraute.
„Warum antworteten Sie mir denn nicht auf meine Briefe?“ fragte er, ſobald er ſeine Glück⸗ wünſche über die glückliche Rückkehr ausgedrückt hatte.
„Es iſt zuweilen etwas Gefährliches um Briefe,“ bemerkte der Officier;„ſie können in unrechte Hände
fallen.“
„Vorſichtig, wie immer.“
„Uebrigens,“ fuhr Albert fort,„hätten wir eben ſo gut in London als in Burg⸗Hall bleiben kön⸗ nen, denn unſere Mühe und unſere Zeit ſind rein verloren. Sir Mordaunt Tracy weiß nichts von den Beſitzurkunden der Herrſchaft.“
„Und Sie glauben dieß?
„Unbedingt.“
Das Geſicht des Bankiers drückte großen Ver⸗ druß aus, denn ſein Herz hing an dem Gedanken, ſich zum Eigenthümer des Guts zu machen. In ſeinem Aerger darüber ließ er den Verdacht durch⸗ ſchimmern, als ob falſches Spiel geſpielt worden ſei, ohne jedoch die beiden jungen Männer der
Theilnahme zu bezüchtigen.
„Falſches Spiel!“ wiederholte Brandon;„ich glaube allerdings, daß falſches Spiel und am Ende wohl auch gar thörichtes Spiel geſpielt worden iſt. Ich bin ſchmählich beraubt worden.“
„Auf welche Weiſe?“ fragte Sir John.„Ah ſo! Sie meinen die Beſitzurkunden. Ich weiß nicht, auf wen Sie Verdacht haben. Die Siegel an der Thüre des Archivs in Burg⸗Hall ſind zuverläſſig nicht erbrochen worden. Aber die Sache braucht


