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„Lieber jedes Schickſal als dieſes,“ murmelte ſie, und die Worte, die ſie noch hätten retten kön⸗ nen, verſtummten auf ihren Lippen.
Am folgenden Tage verabſchiedete ſich der er⸗ hörte Liebhaber unter dem Verſprechen, ſogleich nach ſeiner Ankunft in London an General Trelawny zu ſchreiben, der von der Eroberung, die ſeine Toch⸗ ter gemacht, eben ſo wenig eine Ahnung hatte, als er ſie wünſchte; denn bei all ſeiner zur Schau ge⸗ ſtellten Großmuth und ſeinem Zartgefühl hatte Brandon dennoch den alten Militär darüber nicht zu täuſchen vermocht, daß ſowohl ſein Geiſt, wie ſeine Sitten roh ſeien. Selbſt Albert Mortimers Firniß, wie geſchickt er auch damit überzogen wor⸗ den war, hatte dieß nicht zu verdecken vermocht.
Die Abreiſe der beiden jungen Männer war durch einen dringenden Brief von Sir John Sellem beſchleunigt worden. Den Bankier drängte die Un⸗ geduld, zu erfahren, ob die Beſitzurkunden der Herr⸗ ſchaft, die er zu kaufen eingewilligt hatte, gefunden worden ſeien, eine Anfrage, welche die Verbündeten aus mancherlei Gründen nicht anders als perſönlich zu beantworten wünſchten, da ſchon mancher Mann, wie Albert ſich wiederholt ausdrückte, durch ſeine Handſchrift ſich blosgeſtellt habe. Gleich den fol⸗ genden Morgen nach ihrer Ankunft in London mach⸗ ten ſich die Reiſenden, deren Intereſſen jetzt ganz identiſch geworden zu ſein ſchienen, nachdem ſie zu⸗ vor ihren Operationsplan genau abgeſprochen hat⸗ ten, zuſammen auf den Weg nach Lombard⸗ſtreet, wo ſie von Sir John auf die herzlichſte Weiſe em⸗


