Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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* Folge der republikaniſchen Einfachheit, in welcher ich erzogen wurde, ebenfalls einfach. Dieſes große Vermögen wird mehr eine Laſt, als ein Segen für mich ſein, es wäre denn, daß ich ein weibliches WVeſen fände, das dieſen Reichthum mit mir theilte und mir die Laſt davon abnähme. Mit ſo vortrefflichen Geſinnungen, rief Sir Mordaunt Tracy lachend,wird es Ihnen nicht chwer werden eine Frau zu finden.

Pfui! Bruder, ſagte ſeine Schweſter, indem ſie ſich den Anſchein gab, als wenn ſie durch eine ſolche Vorausſetzung ſich verletzt fühlte;mein Ge⸗

det man vielmehr bei dem Deinigen. Sonſt mühte ein Mann ſich ab Ruhm und Vermögen zu erwer⸗ ben, um ſich dadurch einer Frau würdig zu machen; jetzt muß die Frau mit Reichthum geſegnet ſein, wenn es ihr gelingen ſoll einen Gatten zu bekom⸗ men. Die Männer, ſelbſt wenn ſie reich ſind, ſtel⸗ len ſich, wie eine Waare, gleichſam zur Schau aus für Diejenige, die den höchſten Preis bietet.

Die beiden jungen Männer verwahrten ſich feier⸗ lich gegen den allgemein gehaltenen Tadel der Miß Tracy.

Meine Verwahrung iſt unnütz, bemerkte Al⸗ bert,denn ich bin arm, und Armuth wird ſtets für eine eigennützige Zeugin gehalten.

Brandon zeigte ſich ſehr beredt, indem er er⸗ klärte, daß ſeiner Anſicht nach der einzige richtige Gebrauch von Reichthum darin beſtehe, eine Frau

zu Füßen lege, ihren Launen und ihrem Vergnügen

ſchlecht iſt nicht ſo käuflicher Art; dieſen Fehler fin⸗

damit glücklich zu machen, indem man ihr denſelben