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Einundvierzigſtes Kapitel.
Ohne allen Zweifel mußte Brandon Burg, um General Trelawny und Sir Mordaunt Tracy über ſeine vorgebliche Freigebigkeit gegen ſeinen Vetter, — die, wie wir kaum zu verſichern brauchen, blos in Worten beſtand,— zu täuſchen, ſeine Rolle ge⸗ ſchickt einſtudirt haben, und der Brief, welchen Harry in einem unglücklichen Augenblick des Edel⸗ muths geſchrieben hatte, trug ebenfalls noch dazu bei, die Täuſchung wahrſcheinlicher zu machen. Weder der Baronet, noch deſſen Freund, konnten ſich denken, daß derſelbe von allzu großer Delica⸗ teſſe und übertriebenem Ehrgefühle eingegeben wor⸗ den ſei, ſondern gelangten natürlicher Weiſe zu der Ueberzeugung, daß der Verfaſſer deſſelben im Be⸗ ſitze von Thatſachen in Betreff der Anſprüche ſei⸗ nes Gegners auf die Herrſchaft ſich befinde, durch die er ſich veranlaßt geſehen habe, von einem wei⸗ tern Proceßverfahren abzuſtehen. In Folge dieſer Anſicht wurde Brandon ſowohl auf dem Hofe, wie in Granstoun⸗Hall als Gaſt empfangen. Als der General mit ihm über Miß Cheeriy's Verſchreibung und deren traurige Lage ſprach, drückte der Yan⸗ kee großes Erſtaunen aus; es ſei das erſte Wort, das er von dieſer Forderung höre; übrigens liege darin nichts Auffallendes, da er ſo ſpät erſt in den Beſitz der Herrſchaft gelangt ſei und noch keine Zeit gefunden habe die Rechnungen und Papiere ſeines Vetters durchzuſehen. Der Umſtand, daß die Verſchreibung verloren gegangen ſei, könne, wie er


