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Tag und halbe Nächte hindurch mit der Nadel ſich abarbeiten zu müſſen, um nur das nackte Leben zu friſten, durfte ſie hoffen, durch Ruhe ihre Kraft und Geſundheit wieder zu gewinnen und, was ihr noch mehr am Herzen lag, ſie ſah ſich dadurch in die Lage verſetzt, ihrer getreuen Freundin und Leidensgenoſſin ihre Dankbarkeit beweiſen zu können.
„Sie gehen mit uns auf's Land,“ rief Nancy, „denn Kit wünſcht London, wenigſtens eine Zeit lang, zu verlaſſen. Dort will ich Sie pflegen und mit Ihnen ſpazieren gehen. Sie werden bald ſehen, wie bald dann die Farbe der Geſundheit wieder Ihre Wangen färbt. Es wird eine Freude ſein,“ ſetzte ſie, von dem Gedanken an das bevorſtehende Glück hingeriſſen, hinzu,„wenn wir Abends Kit entgegengehen, der von ſeiner Arbeit nach Hauſe kommt.“
„Ganz gewiß,“ verſetzte Miß Cheerly;„aber was ſoll aus dem armen Kelf werden? Ich kann es nicht zugeben, daß er wieder in das Armenhaus zurückkehrt.“
„Das ſoll er auch nicht,“ bemerkte Nancy's Bräutigam;„ich werde ihn mein Handwerk lehren. Aber jetzt will ich Sie verlaſſen. Sie dürfen ſich nicht zu ſehr anſtrengen, ſonſt ſchilt der Doctor und Ihre Pflegerin. Ehe ich aber gehe, möchte ich mir eine Frage erlauben.“
„Recht gern.“
„Ich bitte, daß Sie mir nicht darauf antworten, wenn es Sie aufregt oder Sie nicht davon ſprechen wollen, denn ich habe kein Recht dazu.“
Emma ſah ihn fragend an.


