Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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vier kahlen Wände ſeines Gefängniſſes, die er be⸗ trachten konnte; denn das einzige Fenſter deſſelben war oben im Dache angebracht. Für einen ſo ſchwachen Geiſt, wie den ſeinigen, war dieß eine ſehr harte Prüfung, denn als das Tageslicht zu ſchwinden anfing und die maſſiven eichenen Balken, auf denen das Dach ruhte, phantaſtiſche Schatten auf den Boden warfen, nahm ſeine Angſt zu. Das Zwillicht erſchien ihm noch fürchterlicher, als die Dunkelheit, und er verbarg ſein Geſicht in ſeine Hände, um, wo möglich, den Drang um Beiſtand gegen die eingebildeten Schreckniſſe zu rufen zu unterdrücken.

Jem wird hier ſterben, murmelte er mehr⸗ mals vor ſich hin,Jem wird hier ſterben.

Plötzlich fiel ihm ein, die Gebete zu wieder⸗ holen, welche die guten Ladies ihn gelehrt hatten und er ſank auf die Kniee, um in gebrochenen Lau⸗ ten ſein unſchuldiges Flehen um Schutz zu der Macht zu ſenden, von deren Exiſtenz er bis vor Kurzem noch ſo wenig gewußt hatte.

Während er damit beſchäftigt war, hörte er leiſe ſeinen Namen flüſtern, wie es ſchien aus der Luft über ihm. Kelf erzitterte heftig, denn ſeine Lehre⸗ rinnen hatten ihm von guten Engeln erzählt, die über den Traurigen wachen, und in ſeiner Einfalt meinte er, daß ein ſolcher herabgeſtiegen ſei, um ihn zu tröſten.

Es war der Sohn der Hauswirthin Kit's. Seine Gefährten hatten ihm, wiewohl ungern, erlaubt, auf das Dach des Stalles, durch Erklettern einer