Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Prüfungen verleihe. Machen Sie keine Bemerkung über dieſe ſilberne Kanne,“ ſetzte ſie flüſternd hinzu. Die Thüre öffnete ſich und Jasper Crouch er⸗ ſchien, gefolgt von der Frau, die eine Flaſche Wein in der Hand trug. Als Jasper's Blick auf die Kanne ſiel, zuckte es über ſein Geſicht und er mur⸗ melte etwas in zornigem Ton gegen ſeine Beglei⸗ terin, welche das Gefäß ſogleich vom Tiſche nahm und eilig das Zimmer verließ. „Wie geht es meiner armen alten Amme?“ fragte Emma, indem ſie ſich auf's Aeußerſte zuſam⸗ mennahm, um ſo gefaßt, als möglich, zu ſcheinen und als ob ſie nicht entfernt an der Redlichkeit des Mannes zweifelte, obgleich das, was ſie ſo eben wahrgenommen, ihren Muth tief erſchüttert hatte. Jasper lächelte. Er war ein zu erfahrener Phy⸗ ſiognome, als daß ein zu unerfahrenes und argloſes junges Mädchen ihn ſo leicht hätte täuſchen können. „Miß Cheerly,“ erwiderte er, indem er mit Einem Male die Sprache und Manieren eines ſchlichten, ehrlichen Landmanns, die er bis jetzt mit ſo großem Erfolge nachgeahmt hatte, ablegte,„wir wollen von jetzt an das Spiel mit aufgelegten Karten zu Ende führen. Ich ſehe gern meines Gegners Hand und habe nicht den entfernteſten Grund, die meinige zu verbergen.“ „Was für ein Spiel?“ fragte Nancy naiv. „Ich will Ihre Wahrheitsliebe nicht durch Fra⸗ gen auf die Probe ſtellen,“ fuhr Jasper fort, ohne die Bemerkung der Nähterin einer Antwort zu würdigen,„ob Sie Verdacht ſchöpfen, daß die angeb⸗ liche Krankheit ihrer Amme nichts weiter, als ein