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wiſſenhaftigkeit gegen ſie gehandelt habe, welche die Welt ihm beimaß. Sie wußte, daß ihr Vater un⸗ bedingtes Vertrauen in ihn geſetzt hatte. Sein Ruf war makellos und deßhalb hatte ſie auch, ſo oft ein Verdacht in ihr auftauchte, denſelben als un⸗ edel verworfen; jetzt aber regte er ſich ſtärker, als je in ihr und ſie erinnerte ſich mehrerer Umſtände, die ihn beſtätigten. Der Aufwand, den ihr Vater in Italien gemacht, deutete auf einen nicht unbe⸗ deutenden Reichthum und doch hatte Sir John bei ihrer Rückkehr nach England durch die Nachricht ſie überraſcht, daß ihr ganzes Vermögen in einer Verſchreibung von fünftauſend Pfund beſtehe, und ſelbſt dieſe kam nicht zum Vorſchein.
„In einigen Minuten muß ſich dieſes Geheim⸗ niß aufklären,“ murmelte ſie.„Wenn Rebecca nicht hier iſt, ſo bin ich unter einem falſchen Vorwand hieher gelockt worden, und es iſt klar, daß der Mann, dem mein ſeliger Vater vertraute, ein Heuch⸗ ler und Schurke iſt.“
„Was iſt Ihnen, theure Miß Cheerly?“ fragte Nancy im höchſten Grade erſchreckt über die Bläſſe, welche das Geſicht ihrer Freundin bedeckte.
„Nichts, wenigſtens nichts Wichtiges, wie ich hoffe,“ erwiderte Emma,„aber die Umſtände, unter denen wir in dieſes Haus gebracht wurden und hier als Gefangene gehalten werden, ſind verdächtig.“
„Gefangen!“
„Still!“ unterbrach ſie Emma.„Ich höre Tritte auf der Treppe; wir werden jetzt bald ſehen, ob wir unſere Thorheit zu belächeln oder den Himmel um Stärke anzuflehen haben, daß er uns Kraft zu neuen


