Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Miß Cheerly und ihre Begleiterin von einer Frau mit plumpen Geſichtszügen empfangen, die ihr Füh⸗ rer als ſein Weib vorſtellte. Dieſe verzog die Mund⸗ winkel zu einem gezwungenen Lächeln, als die hin⸗ tergangenen Mädchen ihr die Hand drückten.

„Wie geht es meiner armen alten Amme?“ fragte Emma beſorgt.

„Etwas beſſer,“ erwiderte die Frau.

„Seien Sie ſo gut und führen Sie mich ſogleich zu ihr; es drängt mich, ſie zu ſehen.“

„Sie ſchläft und der Doktor hat mir befohlen, ſie unter keinen Umſtänden zu ſtören; aber ſobald ſie erwacht, will ich ihr Ihre Ankunft mittheilen. Wollen Sie nicht nach Ihrer Fahrt Etwas zu ſich nehmen? Dieſen Weg,“ ſetzte ſie, die Treppen hin⸗ aufſteigend, hinzu;„es thut mir leid, Sie ſo hoch hinauf führen zu müſſen, aber die beſten Zimmer ſind während der Abweſenheit der Familie ge⸗ ſchloſſen.“

„Wohin Sie wollen! Es bedarf keiner Entſchul⸗ digung,“ riefen die argloſen Freundinnen.

Rebecca's angebliche Schweſter führte ſie in das oberſte Stockwerk, wo ſie ein großes Schlafzimmer öffnete, in deſſen Mitte ein Tiſch ſtand, auf wel⸗ chem kalte Speiſen, Brod, Milch und eine maſſiv ſilberne Kanne mit Ale ſich befanden.

„Machen Sie ſich's bequem,“ ſprach die Frau; Sie ſind uns willkommen.“

Miß Cheerly und Nancy nahmen ihre Hüte ab und legten ſie auf das Bett.

„Bewohnen Sie dieſes Zimmer?“ fragte Emma, welche bemerkte, daß die Läden, welche mit Jalouſien