Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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damit den unverſchuldeten Verzug hätte gutmachen wollen,— denn er war gerade im Hauſe beſchäftigt geweſen,— und hielt das Thor ſo weit, als möglich, offen, damit das Gefährt bequem durchpaſſiren konnte. Der alte Mann ſchnellte an dem Zügel des Pfer⸗ des, und während dieſes die Allee hinauftrabte, hieb er den Jungen mit der Peitſche über das Ge⸗ ſicht, ſo daß ein langer rother Streifen auf deſſen Wange zurückblieb.

Kelf ſtieß einen lauten Schrei aus, ohne aber den Verſuch zu machen, davon zu laufen, weil er wohl aus Erfahrung wußte, daß ihn dieß doch nichts nützen und ihn nur einer um ſo härteren Behandlung ausſetzen würde.

„Schonen Sie ihn doch, ich bitte!“ riefen Emma und Nancy, indem ſie den Arm Jasper's hielten, der bereits zu einem zweiten Hieb erhoben war.

„Dieſer Burſche kann die Geduld eines Heiligen ermüden,“ rief Jasper.„Ein blödſinniger Kerl, der auch nicht einen Funken Gehirn im Kopfe hat.“

„Um ſo mehr ſollten Sie Geduld mit ihm haben,“ bemerkte Miß Cheerly, empört über ſeine Grauſ amkeit.

Jasper ſah ein, daß ſein rohes Benehmen und noch mehr aber die plötzliche Aenderung ſeines Tons und ſeiner Sprache ſeine junge Begleiterin⸗ nen erſchreckt habe, und es ſiel ihm ein, daß ſie noch nicht ſo ſicher in ſeiner Gewalt ſeien, daß er jetzt. ſchon die Maske der Biederkeit und Einfachheit ab⸗ werfen dürfe, die er bis jetzt mit ſo vielem Erfolg vorgenommen hatte.

„Es thut mir leid, daß ich mich vom Zorn habe hinreißen laſſen,“ ſprach er,„und ſo hart zuſchlug.“