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„Sie ſollten ſich mehr zuſammennehmen,“ be⸗ merkte Nancy.
„So bin ich leider; es iſt aber nicht ſo bös ge⸗ meint,“ erwiderte Jasper.„Jem,“ ſetzte er hinzu, indem er rückwärts ſah und dem Jungen zurief, der geduldig das geöffnete Thor mit der Hand hal⸗ tend daſtand,„ſchließ das Thor, bring den Schlüſſel in's Haus und ſage der Frau, ſie ſoll dir ein Glas Bier geben.“
Mit dieſen Worten fuhr er dem Landhauſe zu, einem großen Gebäude in modernem Styl, das auf
einer leichten Anhöhe, mitten auf einer reichlich mit
Waldbäumen bepflanzten Ebene ſtand. Als ſie näher kamen, bemerkte Miß Cheerly und Nancy, daß alle Läden feſt verſchloſſen waren, ein Umſtand, der aber deßhalb keinen Verdacht in ihnen erweckte, weil Jasper ihnen geſagt hatte, daß der Eigenthümer nur während der Sommermonate hier wohne. James Kelf oder Jem, wie man ihn allgemein nannte, war im Armenhauſe geboren und— wir kön⸗ nen nicht ſagen erzogen, denn damit pflegt die Welt einen Aufwand von Sorgfalt und Freundlichkeit zu verbinden, die er nie kennen gelernt hatte, ſondern — wild darin aufgewachſen; auch war ſeine Mut⸗ ter, nachdem ſie ihm das Leben gegeben hatte, dort geſtorben. Niemand wußte, ob die gänzlich un⸗
bekannte Frau verheirathet geweſen oder nicht,
woher ſie kam oder wohin ſie ihre Schritte zu lenken beabſichtigte, als ſie, Kindswehen fühlend, Unterkunft im Armenhauſe geſucht hatte. Im Alter von ſechs Jahren wurde Jem der Zuchtruthe eines Schul⸗ meiſters überantwortet, der, nachdem er ihn vier


