Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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in der Nachbarſchaft, wo er ſehr wohl bekannt war, erkannt zu werden, war jetzt vorüber.

Plötzlich fing das Pferd an laut zu wiehern.

„Es weiß, daß es in der Nähe ſeines Stalles iſt,“ bemerkte der Führer, indem er zugleich an dem Gitterthor in der Nähe eines hübſchen Park⸗ häuschens anhielt.

„Kelf! Kelf!“ wiederholte er, indem er den Na⸗ men mit einem Fluch begleitete, der ſeine Beglei⸗ terinnen ſchaudern machte.

„Verfluchter Lümmel!“ ſetzte er hinzu.„Wohin hat der ſich wieder verſteckt! Dieß iſt die Folge, wenn man einem ſo aberwitzigen Burſchen die Be⸗ wachung eines Ortes anvertraut.“

Ein Junge von etwa ſechszehn Jahren kam jetzt gegen das Parkhäus en hergelaufen, mit dem Thorſchlüſſel in der Hand. Er war hoch aufge⸗ ſchoſſen, aber außerordentlich mager, und ſeine hell⸗ blauen Augen hatten jenen eigenthümlichen unruhi⸗ gen Ausdruck, welcher auf eine Störung der Ge⸗ hirnorgane ſchließen läßt. Seine Kleidung, die in einem Wamms und Beinkleidern von grobem grauen Tuch mit Metallknöpfen beſtand, zeigte deutlich an, daß er noch nicht lange das Armenhaus verlaſſen, wo man ihn noch bis über das gewöhnliche Alter hinaus behalten hatte, weil die Vorſteher wohl ein⸗ fahen, daß man ihn nirgends in die Lehre geben könne.

„Endlich,“ murmelte Jasper, indem er eine Be⸗ wegung mit der ſchweren Peitſche machte, die für den armen Jungen nichts Gutes bedeutete.

Kelf ſchloß mit zitternder Haſt auf, als wenn er