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daß ich befürchte, es könnte ſelbſt eine kleine Ueber⸗ raſchung Sie wieder auf's Krankenbett werfen.“
Die in liebevollem Ernſt geſprochenen Worte brachten gerade das Gegentheil von dem hervor, was Nancy beabſichtigt hatte, denn Miß Cheerly fing an, heftig zu zittern und ſank auf den Stuhl zurück, auf den ſie ſich hatte ſetzen wollen.
Auf der Treppe ließen ſich ſchwere Fußtritte vernehmen.
Ich muß es ihr gerade herausſagen, dachte Nancy, denn er meinte, es ſei keine Zeit zu ver⸗ lieren.
„Rebecca,“ ſprach ſie, Miß Cheerly's Hände ergreifend und küſſend,„hat ihre Schweſter in Deptford gefunden und die Freude darüber hat ſie krank gemacht— ſo krank, daß ſie Sie zu ſehen wünſcht. Sie hat deßhalb ihren Schwager, einen höchſt achtbar ausſehenden alten Mann, in einem hübſchen, bedeckten Wagen hieher geſchickt, um Sie zu holen.“
„Arme Amme,“ ſeufzte Emma,„der Himmel vergebe ihr!“
„Amen,“ ſetzte die Nähterin nachdrücklich hinzu. „Und Sie werden ihr auch vergeben.“
„Von ganzem Herzen,“ erwiderte die Waiſe. „Der Himmel ſchickt uns Leiden, um uns Barmher⸗ zigkeit üben zu lernen. Ich erinnere mich jetzt nur noch ihrer Liebe und Pflege in meiner Kindheit.“
Man klopfte an der Thüre.
„Herein!“ rief die Nähterin.
Auf dieſen Ruf erſchien ein friſch ausſehender, wohlgenährter Mann von etwa fünfzig Jahren, in


