Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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nehmen gegen Bella erfahren, deren Aufopferung ſie ſo ſchmählich vergolten hatte und es würde dann dieſer nicht allein ſie verdientermaßen verachten, ſondern auch ihr Benehmen ihrem Vater mitthei⸗ len, deſſen Zorn allein ſie von jeher gefürchtet hatte. Sie ſuchte daher ihre Schweſter in ihrem Zimmer auf, um den Stand der Dinge zu erfahren.

„Schicke Norah weg,“ ſprach ſie,„ich habe mit

dir zu reden.“

Das gute Mädchen entſprach ſogleich bereitwil⸗ lig dieſem Verlangen.

„Mr. Tracy hat dir wieder von Liebe geſpro⸗ chen?“ fragte ſie, ſobald ſie allein waren.

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„Ja.

„Zum letzten Mal, wie ich hoffe.“

„Zum letzten Mal,“ widerholte Bella.„Er hat mir verſprochen— und du weißt, daß er zu viel auf Ehre hält, um ſein Wort zu brechen— keinen Beſuch mehr bei uns zu machen, bis nach ſeiner Rückkehr von ſei⸗ nen Reiſen und darüber können Jahre hingehen.“

„Wie konnteſt du ſo unedelmüthig, ſo ſelbſt⸗ ſüchtig ſein,“ unterbrach ſie die ſtolze Schöne,„ihm ein Verſprechen abzunehmen, das uns für immer trennt, da du doch meine Gefühle für ihn kennſt.“

Bella ſah ſie vorwurfsvoll an.

„Daß du deinen Eid gehalten haſt, war ganz in der Ordnung, aber ihn von hier zu verbannen, dazu haſt du kein Recht.“

„Du wirſt nie Harold's Frau werden,“ be⸗ merkte Bella.

„Was ſollte ihn davon abhalten? Er liebte mich

zuerſt.“ 142