Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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„Eine Erinnerung aus dem Grabe wird wie ein Geſpenſt eine Schranke zwiſchen euch aufrich⸗ ten,“ erwiderte Bella,„die weder deine Liebens⸗ würdigkeit, noch deine Schönheit niederzureißen ver⸗ mag. Ich gehe dem Tode entgegen.“

„Wie lächerlich!“ rief Eugenia aus.„Vor Liebe ſterben! Wer hat von ſo Etwas je gehört, außer in Moderomanen? Das Herz bricht nicht ſo leicht.“

„Das iſt wahr; der Kampf iſt lang und ſchmerz⸗ voll,“ erwiderte Bella gelaſſen auf dieſe gefühlloſe Aeußerung.„Schweſter Eugenia!“ ſetzte ſie hinzu, indem ſie ihre Hände faßte und ihr flehentlich in's Geſicht blickte,„handle edelmüthig und entbinde mich meines unſeligen Eides. Ich bitte nicht blos um meiner ſelbſt willen darum, aber denke an un⸗ ſern armen Vater.“

Statt einer Antwort wandte ſich das ſelbſtſüch⸗ tige Mädchen von ihr ab und verließ, ohne ein Wort zu ſprechen, das Zimmer. Sie wußte jetzt, daß ihr Geheimniß bewahrt bleiben werde und Alles Uebrige kümmerte ſie nicht.

„Ich wußte wohl, daß es vergebens ſein werde,“ ſeufzte Bella, ihr betrübt nachblickend;„der Him⸗ mel möge ihr verzeihen!“

Anſtatt Harry Burg und Albert Mortimer ver⸗ ſprochenermaßen in der Oper aufzuſuchen, durchwan⸗ derte Harold Tracy mehrere Stunden lang die beleb⸗ ten Straßen von London, ohne auf das Geſumme der Stimmen und den Strom der Menge zu achten, die hin⸗ und herwogte, ſich gegenſeitig auswich oder in den Ecken an einander rannte. Ich muß Eng⸗ land ſobald als möglich verlaſſen, dachte er, denn