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können. Ich habe mit mehr Kummer, als ich aus⸗ zuſprechen vermag, die Veränderung wahrgenommen, die mit Ihnen vorgegangen iſt. Iſt dieß vernünftig, — iſt es gerecht gegen Sie ſelbſt, ſich einer nutz⸗ loſen Betrübniß hinzugeben, ohne dagegen anzu⸗ kämpfen?“
„Gleichgiltigkeit, Miß Trelawny, iſt ein ſcharfer Logiker,“ erwiderte der junge Mann mit einem Seufzer.
„Gleichgiltigkeit!“ wiederholte Bella, ihre Em⸗ pfinblichkeit bemeiſternd.„Freundſchaft wäre das richtigere, wenigſtens das wohlwollendere Wort ge⸗ weſen. Zum erſten Mal, Harold, geben Sie mir Veranlaſſung, Sie der Ungerechtigkeit anzuklagen.“
„Dieß lag nicht in meiner Abſicht,“ verſetzte er; „aber wenn das Herz zermalmt wird, ſo ſtößt es unwillkürlich einen Schmerzensſchrei aus. Sie waren das Ideal meiner Zukunft als Mann, die Verwirk⸗ lichung des Traumes meines Knabenalters, das Weſen, das mein ganzes Daſein verſchönern oder vernichten ſollte. Ich kann mich allerdings in den Strudel der Welt ſtürzen, aber dieſe hat den Reiz für mich verloren. Ich kann dem Vergnügen nach⸗ rennen, mich in Spekulationen einlaſſen, den Ein⸗ gebungen meines Ehrgeizes Folge leiſten, aber die Reſultate, die ſie gewähren, haben keinen Werth mehr für mich. Entſchuldigen Sie übrigens,“ ſetzte er hinzu,„daß ich mir abermals erlaubte, auf Hoff⸗ nungen anzuſpielen, die Sie ein für alle Mal abge⸗ ſchnitten haben.“ Weder in ſeinem Tone, noch in ſeinem Benehmen gab ſich Aufregung oder Leiden⸗ ſchaft kund. Dem äußern Anſcheine nach waren


