Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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ihn verlor. Doch, gleich viel; es ſei darum, wenn auch die Wunde wieder friſch zu bluten anfängt— ich werde Sie in's Haus des Generals begleiten.“ Mit dieſen Worten verließ er das Zimmer, um ſeine Gemüthsbewegung zu verbergen, die er nicht länger mehr zu unterdrücken vermochte.

„Ich gebe die Sache noch nicht für verloren,“ ſprach der Baronet zu ſich im Tone der Ueberzeu⸗ gung;„es kann nicht in der Abſicht der Vorſehung liegen, daß die Liebe des Reffen ebenſo, wie die des Onkels getäuſcht werden ſolle. Ich mag vielleicht mein Schickſal verdient haben; aber Harold— nein, nein, der iſt zu unſchuldig.“

Ich ſoll ſie alſo wieder ſehen, dachte Harold, aber ich darf ihr nicht ſagen, was ich fühle. Ich werde ihre Stimme hören, aber nicht eingeſtehen, wie mein Herz bei deren Ton ſchlägt; ihre Hand in der meinigen halten, ihre elektriſche Berührung fühlen, ohne den leiſeſten Druck dabei wagen zu dürfen; ich muß meine Augen bewachen, damit ihr Leuchten nicht die Liebe verräth, die ſie abgewieſen hat. Mein guter, liebevoller Onkel ahnt freilich nichts von der Qual, der er mich unterwirft, denn ich muß eine Maske vor das Geſicht legen und meine Worte in die Form der kalten Höflichkeit zwängen. Ich hätte nie geglaubt, daß ich ein Benehmen dieſer Art einſtudiren müßte. Ein Troſt war ihm aber noch in ſeinem Schmerz geblieben, die Ueberzeugung nämlich, daß nur er unter dieſen Verhältniſſen leide. Er dachte entfernt nicht daran, daß in demſelben Augenblicke, in welchem er zu dieſem Schluſſe ge⸗ langte, die arme Bella ihr Herz und Geſicht eben⸗