Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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falls künſtlich abrichtete, damit kein unbeſonnenes Wort oder ein unbewachter Blick den wahren Zu⸗ ſtand ihrer Gefühle verrathe, von Gefühlen, welche bereits die roſige Farbe der Geſundheit von ihren Wangen verſcheucht und nur deren farbloſe Schwe⸗ ſter darauf zurückgelaſſen hatte.

Im Begriff, ſich anzukleiden, erinnerte ſich Harold⸗ daß er verſprochen hatte, Albert Mortimer und Harry dieſen Abend in die Oper zu begleiten. Das iſt eine vortreffliche Entſchuldigung, dachte er, des Generals Haus zu verlaſſen und dadurch dieſen peinlichen Beſuch abzukürzen. Er ſchrieb deßhalb ſeinen Freunden, daß er genöthigt ſei, bei General Trelawny zu Mittag zu eſſen, verſprach aber im Laufe des Abends noch ſie aufzuſuchen.

Albert war gerade bei Harry, als das Billet eintraf.

„Bei General Trelawny?“ wiederholte Harry, indern er dem Ofſicier das Billet zum Leſen ein⸗ händigte.„Bei dieſem wurden Sie zuerſt mit Harold bekannt, ſo viel ich mich erinnere 2

„So iſt es.“

„Der General hat eine Tochter, nicht wahr?“

„Zwei,“ erwiderte Albert mit unbefangener Miene;„Eugenia und Bella.“

„Wie ſehen ſie aus? Beſchreiben Sie ſie mir.“

„Ich bin ein ſchlechter Portraitmaler,“ verſetzte der Officier lachend;„ich will aber mein Möglichſtes thun. Eugenia iſt eine jener prächtigen Schönheiten, welche im Sturme für ſich einnehmen. Es gibt nichts Graziöſeres, als ihre Erſcheinung, dabei iſt