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bei eilten, blieben ſtehen, um ihn zu betrachten. Einer der Vorübergehenden, den dieſes bleiche, geiſt⸗ reiche Geſicht, mit dem tief melancholiſchen Ausdruck des ſtieren Auges und des aus demſelben ſprechen⸗ den Elends ſo lebhaft ergriffen, wandte ſich um und folgte ihm, und zwar nicht aus Neugierde, ſondern weil das innigſte Mitleid in ihm wach geworden war. Plötzlich blieb Harry am Laden eines Juwe⸗ liers ſtehen, zog ein Miniaturbild, in ein ſchmales Arniband gefaßt, aus der Bruſttaſche, betrachtete es einen Augenblick lang, wiſchte eine Thräne ab und trat dann in den Laden.
Armer Menſch! dachte der Herr, der ihn beob⸗ achtet hatte, er will es gewiß verkaufen, und dem h einer edlen Empfindung nachgebend, folgte er ihm.
„Das Miniaturbild iſt ſehr ſchön,“ hörte er den Eigenthümer des Ladens ſagen,„aber es hat keinen Kaufwerth.“
„Es iſt aber von Isbay gemalt,“ bemerkte Harry traurig,„und iſt das Bildniß meiner Mutter.“
„Ich kann nur zehn Schilling für das Gold bezahlen.“
„Nicht mehr?“
„Nicht einen Schilling,“ erwiderte der Kaufmann; „esiſt ausländiſche Arbeit und hat keinen legalen Stempel.“
Zehn Schilling! dachte der Künſtler. Ein Ob⸗ dach und ein Mahl für eine Nacht! Lieber ſoll es mit mir begraben werden, und ſeinen Hut aufſetzend, verließ er den Laden, ohne ein Wort weiter zu
ſprechen.


