Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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und noch zwei Schillingen in der Taſche in London eintraf; in ſeine Wohnung wagte er nicht zu gehen⸗ denn er hatte verſprochen, Geld zu bringen, und da ſeine Hoffnung ihm fehlgeſchlagen hatte, ſo konnte er auch ſeine Zuſage nicht halten. Lieber wollte 6 er ſich den Tod geben, als ſich den Vorwürfen ſeines groben Hausherrn ausſetzen. Mechaniſch ſchlug er 3 den Weg nach Hyde⸗Park ein, bei Tag der Tum⸗ melplatz der Jugend, Schönheit, Mode, des Reichthums, der hier gern ſeinen Pomp in den Augen der Welt zur Schau ſtellt, bei Nacht aber die Heimath manches heimathloſen Unglücklichen. Es hatte ihn keine beſtimmte Abſicht in den Park geführt. Der geſchäftige Strom des Lebens, das Rollen der Equipagen, der Lärmen und das Ge⸗ räuſch auf den Straßen regten ſeine Nerven auf, 5 er ſuchte deßhalb Ruhe und die war er ſicher an dieſem abgelegenen Orte zu finden. Sonderbare Gedanken dämmerten in ihm auf, als er ſich über das eiſerne Brückengeländer am Serpentinefluſſe lehnte und er maß in Gedanken die Tiefe des unter ihm fließenden Waſſers. Es lag etwas fürchterlich Einladendes in der Ruhe, die ihm hier unten winkte. „Wie viel Träume, reich an Poeſie und Liebe,“ murmelte er vor ſich hin,„wie viele Entwürfe von verhungernden Genie's und weitausſehende Spe⸗ kulationen haben hier unten ihr Grab gefunden! Könnten die dunklen, ſtillen Waſſer ſprechen, was für ein trauriges Bild würde ſich vor unſern Augen entrollen.“ „Eine kalte Nacht, ſich zu ertränken,“ flüſterte eine Stimme in ſeiner Nähe.