Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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durchaus nichts Anziehendes, denn ſein Geſicht war abgemagert und von gemeinem Ausdruck, ſeine Augen klein, liefliegend und von gräulicher Farbe; mit Einem Wort, es war ein Menſch, den ein Phyſio⸗ gnomiker zu allerletzt zu ſeinem Freunde gewählt oder an den man ſich um eine Wohlthat gewendet hätte; und doch war er reich, außerordentlich reich an Glücksgütern der Welt. Die einzige Armuth, die er je gekannt, lag in ſeinem Herzen, im gänz⸗ lichen Mangel an jenen edlen Empfindungen, welche die Jugend oft ſelbſt zu Thorheiten verleiten. Ri⸗ chard Burg hatte ſich aber nie eine ſolche zu Schul⸗ den kommen laſſen; er war die perſonificirte Klug⸗ heit, und die Profeſſoren des Collegiums ſtellten ihn ſtets als Muſter für diejenigen auf, die nicht ſo fleißig, wie er, die Vorleſungen beſuchten. In ſehr früher Jugend hatte er ein großes Vermögen geerbt, das er, wie Alle prophezeiten, die ihn kannten, ein⸗ mol gewiß nicht verſchwenden würde; denn Niemand kannte den Werth der Guineen beſſer oder zeigte einen größern Widerwillen gegen das Ausgeben der⸗ ſelben, als er. Richard Burg ſtand allein in der Welt. Er hatte keine Geſchwiſter; der einzige Ver⸗ wondte, den er beſaß, war ein entfernter Vetter, der denſelben Namen trug, zwei Jahre älter war wie er, und den er von Herzen haßte, nicht wegen deſſen überlegeneren Talenten, ſondern weil er arm war und die wenigen hundert Pfund, die er ſein eigen genannt, auf ſeinen Reiſen durch Italien und Griechenland, um dort Kunſtſtudien zu machen, aus gegeben hatte. Von dieſem Vetter hatte er in jüng

ſter Zeit einige Briefe erhalten, in welchen derſelb