„Es iſt wahr,“ ſagte der alte Herr verſtimmt, denn er hatte den Reffen ſeines älteſten Freundes ſtark in Affection genommen und heimlich die Hoff⸗ nung genährt, ihn mit ſeiner Lieblingstochter zu vermählen. Er konnte natürlich nicht ahnen, daß Bella ihn ſo eben ausgeſchlagen habe.„Der Him⸗ mel begleite Sie; wahrſcheinlich treffen wir uns in London.“
Harold ſtammelte etwas dergleichen, wie„Ver⸗ gnügen und Hoffnung, daß dieß der Fall ſein werde,“ und nahm Abſchied, denn es drängte ihn, allein mit ſeinen Gedanken zu ſein, mit ſich ſelbſt zu Rathe zu gehen und Muth zu ſammeln, um männlich den un⸗ erwarteten Schlag des Schickſals ertragen zu lernen.
Sir Mordaunt Tracy war eben auf ſeinem ge⸗ wohnten, behaglichen Spaziergang in der Nähe von Granstoun⸗Park begriffen, als er zu ſeinem großen Erſtaunen ſeinen Neffen wie wahnſinnig auf die Halle zuſprengen ſah. Es war aber nicht das gewöhnliche Wettrennen zwiſchen ihm und Tom, denn dieſer war weit hinter ihm.„Gott ſteh mir bei!“ rief er aus, „was mag ihn wohl ſo früh zurückgeführt haben?“
Wenige Minuten hernach parirte Harold ſeine keuchende Stute hart an ſeiner Seite. Der Baro⸗ net blickte ihn ängſtlich an, denn Harold's Geſicht, anſtatt von der Bewegung zu glühen, war ganz außergewöhnlich bleich und ſeine Augen ſchienen trüb und eingefallen.„Iſt dir etwas zugeſtoßen, lieber Junge?“ fragte er.
„Nein, Onkel, nichts, wenigſtens nichts ſehr Wich⸗ tiges,“ antwortete der junge Mann mit einem Seuf⸗ zer.„Ich will Ihnen Alles erzählen, wenn Sie


