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Bella fühlte, daß es Zeit ſei, ihr Herz zu he⸗ fragen und die Antwort, die ſie erhielt, erſchreckte ſie, denn ſie entdeckte, daß es nicht mehr ihr ge⸗ höre. Es war fort und Harold hatte ihre Liebe gewonnen. Es war keine Mädchenlaune, kein blos augenblicklicher Eindruck, welchen Zeit, Abweſenheit oder die Aufmerkſamkeiten eines Andern verwiſchen konnten, ſondern es war eine ſo reine und tiefe Neigung, welche mit den Organen des Lebens ver⸗ miſcht, den Strom deſſelben klar und fröhlich machen oder für immer trüben kann. Das arme Mädchen erkannte mit Einem Male den Fehler, den ſie began⸗ gen, der nicht mehr gut zu machen war, denn ſie
n Schweſter zu gut, als daß ſie nur einen Augenblick lang hätte hoffen kön⸗ nen, dieſe würde ſie ihres Eides entbinden.
Mit dem feſten Entſchluß, die Qualen der Un⸗ gewißheit nicht länger zu ertragen, ritt Harold zu früherer Stunde, wie gewöhnlich, nach dem Hofe, und zum erſten Mal ſeit der Rückkehr der Familie dahin, traf er Bella allein in dem Salon.
„Ich will es dem Vater ſagen, daß Sie hier ſind,“ ſprach das junge Mädchen, aufſtehend, um
as Zimmer zu verlaſſen und, wo möglich, eine rklärung zu vermeiden.
„Bleiben Sie, Miß Trelawny,“ rief Harold; vendlich findet ſich die heißerſehnte Gelegenheit und jetzt, da ſie da iſt, erſterben mir die Worte, die ich ſprechen möchte, auf den Lippen. Ich liebe Sie innigſt, von ganzem Herzen; ich liebe Sie mit einer reue, welche die Zeit nicht zu ſchwächen vermag.
önnte ich mein Herz vor Ihnen öffnen,“ ſetzte


