Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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„Wie dumm!“ murmelte verdrießlich die Wittwe. „Aber wie kann ich zurückkehren? Die beabſichtigte Flucht wird dem General verrathen werden.“

„Der wird ſie nie erfahren,“ verſetzte ihr Sohn zuverſichtlich.

„Bella wird meinen Antheil an dem Plane ver⸗ muthen und dann—“

„Laſſen Sie mich dafür ſorgen. Kehren Sie in das Haus zurück und überlaſſen Sie mir das Uebrige.“

In vollem Vertrauen auf Albert's Gewandt⸗ heit und feſt entſchloſſen, das von ihm vorgeſchrie⸗ bene Benehmen einzuhalten, verließ die Mutter ih⸗ ren Sohn, ohne eine weitere Einwendung zu machen,

und es gelang ihr, unbemerkt ihr Zimmer zu er⸗

reichen. Nachdem der junge Mann die Poſtillone entlaſſen, die er zuvor reichlich bezahlt, folgte er ihr und ſchrieb, ehe er ſich zu Bette legte, nach⸗ ſtehenden Brief:

„Der Traum meines Lebens iſt zu Ende und ich bin ſchwer beſtraft dafür, daß ich Sie hinter⸗ gehen wollte. Wahrſcheinlich war es die Entdeckung, daß ich allein in der Chaiſe war, welche ihre De⸗ likateſſe beleidigte und ſie zur Umkehr veranlaßte; aber ich wagte nicht um der Seligkeit willen, die mir winkte, meine Mutter in die Sache zu ver⸗ wickeln. Ihre ſtrengen Grundſätze, ihr tiefes Ehr⸗ gefühl würde Sie gezwungen haben, Alles Ihrem verehrten Vater zu verrathen. Haben Sie Mit⸗ leid und vergeben Sie mir. Ich kann mich auf meine Vernunft nicht verlaſſen, wenn wir uns wie⸗ der begegnen ſollten; ich werde deßhalb in wenigen Stunden zurückkehren. Leben Sie wohl, auf ewig!—