31
„Wie unfreundlich, Eugenia! Biſt du nicht meine Schweſter, meine geliebte Schweſter? Wen ſollte ich denn lieben, wenn nicht dich? Kehre mit mir zu⸗ rück,“ ſetzte ſie dringend hinzu.„Niemand im Hauſe weiß, daß du es verlaſſen haſt; Niemand ahnt es. Es bleibe für immer ein Geheimniß zwiſchen uns
eiden.“
„Nein.“
„Noch ein Wort,“ fuhr das bekümmerte Mäd⸗ hen ſo eindringlich fort, als wenn es ſich um ihr Leben gehandelt hätte; du kannſt dieſen Albert nicht lieben, du kannſt es nicht; und wäre es, ſo ſollte die Tochter des Generals Trelawny nicht auf dieſe
eiſe gewonnen werden. Es wird dieß unſeres alten Vaters Herz brechen.“
„Sage lieber, ſeinen Stolz,“ lautete die gefühl⸗ loſe Anwort.
„Schweſter! Schweſter!“
„Du bleibſt ihm ja.“
Bella fühlte die ganze Bitterkeit dieſes Vor⸗ wurfs, denn ſie konnte ſich nicht verhehlen, wie ſehe er Vater ſie vorzog.
„Du haſt Recht,“ fuhr Eugenia fort;„ich liebe
Mann nicht, dem ich meine Hand zu reichen im Begriffe ſtehe. Ich fliehe mit ihm, weil ich ein Haus zu verlaſſen wünſche, in dem ich mich un⸗ glücklich fühle, in welchem ich keinen Antheil am Herzen des Vaters habe. Sein Lächeln gilt nur dir, dir ſeine Zärtlichteit, ſeine Sorgfalt, die Blicke, die beredter ſind als Worte und in denen ſich des
aters Liebe ausſpricht. Du haſt mir meinen An⸗ theil an ſeiner Zuneigung geraubt; du biſt es,


