Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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allerdings, daß ich bliebe, um Zeuge ihres Trium⸗ phes über mich zu ſein, wenn Harold ſie heirathet. Nein, nein! Dieſer Gedanke beſtimmt mich.“ Zu⸗ gleich zog ſie ihren Shawl feſter um die Schultern und eilte dem Ausgange des Parkes zu, wo eine vierſpännige Poſtchaiſe bereit ſtand, in welcher Mrs. Mortimer bereits ſaß und ſie ſchon ſeit einer Stunde erwartete. Ihr Sohn ſtand auf der Lauer. Als Eugenia dem Theile der Avenue ſich näherte, wo dieſelbe durch ein hohes eiſernes Gitterthor vom Blumengarten getrennt war, wurde ſie durch die plötzliche Erſcheinung einer weiblichen Geſtalt er⸗ ſchreckt, die, in ein weißes Nachtgewand gehüllt, auf ſie zugelaufen kam, und ehe ſie von ihrem Schrecken ſich erholt und ihr auszuweichen im Stande gewe⸗ ſen, warf ſich Bella mit aufgelösten Haaren, die ihr um den Hals und Schultern flatterten, faſt vor Aufregung und Anſtrengung in ihre rme.

„Gerettet, gerettet!“ brachte das arme Mädchen mühſam hervor,„gerettet!“

Es entſtand eine Pauſe; mehrere Minuten lang ſprach keine der Schweſtern ein Wort: die ſtolze Schöne duldete die Liebkoſung, ohne ſie zu erwidern und ſtand kalt und regungslos, wie eine Statue, da, während das liebevolle Mädchen ganz außer ſich, Thränen der Freude an ihrem Buſen vergoß.

„Willſt du mir Lebewohl ſagen, Bella?“ fragte ſie endlich,„weil du dein Zimmer verlaſſen haſt und in dieſer leichten Kleidung der Nachtluft trotzeſt? „Ich wußte nicht,“ ſetzte ſie mit ſpöttiſchem Lächeln hinzu,„daß ich dir ſo feſt in's Herz gewachſen ſei.“