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Mortimer, der an ihrer Seite ſich befand. Der arme Harold war zu unerfahren, um zu bemerken, daß ihr Benehmen erzwungen war. Bei ſeinem offenen und argloſen Charakter vermochte er nicht an ein unfreundliches oder capriciöſes Weſen bei einem Andern zu glauben. Das ſtolze Mädchen bemerkte ſeine Unruhe und ſchmeichelte ſich, daß ſein Herz dabei im Spiele ſei. Sie hoffte auf dieſe Weiſe die Kette feſter zu ſchmieden und dachte ent⸗ fernt nicht daran, daß ſie ſie damit auf immer zer⸗ reiße. Harold, der ſich dadurch gezwungen ſah, Bella beſtändig zur Seite zu bleiben, gewann immer mehr Intereſſe an ihrer Unterhaltung und hald wurde es ihm klar, daß ihre Geſchmacksrichtung, ihre Ge⸗ danken und Gefühle mit den ſeinigen übereinſtimm⸗ ten, und noch vor Rückkunft in die Halle hatte er ſich von ſeinem Erſtaunen und ſeinem Kummer faſt vollſtändig erholt. Beim nächſten Spazierritte nahm Harold von ſelbſt ſeinen Platz an Bella's Seite ein. Die gedankenloſe Kokette ahnte entfernt nicht die Folgen ihres Benehmens. Jedes Wort, das ihre Schweſter oder Harold ſprachen, begleitete Al⸗ bert Mortimer mit einer bittern Bemerkung und weckte dadurch ihre Eiferſucht dergeſtalt, daß ſie darüber ihre ganze Beſonnenheit verlor. „Ich bin ſehr unglücklich,“ rief ſie auf einem paziergang, den ſie am Morgen des letzten Tages, welchen ſie in Granstoun⸗Park zubringen ſollte, mit dem berechnenden Verführer machte.„Bella und mein Vater haſſen mich beide.“ Ihr Begleiter hörte ſie ſchweigend an und heuch⸗ leriſche Thränen füllten ſeine Augen. Eugenia


