Teil eines Werkes 
1. Band (1857)
Entstehung
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auf einem Stuhle niederließ. Mrs. Mortimer, ob⸗ gleich innerlich geärgert, daß ihr Schützling ihre Abſicht errathen und durchkreuzt hatte, vermochte doch ein Lächeln über Harold's Verlegenheit nicht zu unterdrücken, als ſie in Gedanken einen Vergleich mit den vollendeten Manieren und der Gewandtheit ihres Sohnes anſtellte, obgleich dieſer gar nicht lächelte. So jung er war, ſo beſaß er doch mehr Menſchenkenntniß, als ſeine Mutter; denn er hatte ſie zu ſeinem Studium gemacht. Goroo, der noch immer grinſend und ſich verbeugend unter der Thüre ſtand, wurde von ſeiner jungen Gebieterin zu ihrem Vater geſchickt, um dieſen von des Baronets An⸗ weſenheit zu unterrichten und erſchien ſogleich wie⸗ der mit der Einladung an Letztern, ihm in das Gemach des Generals zu folgen.

Harold blieb im Salon zurück und zwar nicht in der behaglichſten Lage, da er wohl fühlte, mit welch' prüfenden Blicken er von den Anweſenden gemuſtert wurde. Miß Trelawny fühlte das Unan⸗ genehme dieſer Situation und da ihr Harold nichts weniger als der Unaufmerkſamkeit unwerth ſchien, weil ihr ſowohl ſeine Perſönlichkeit, als auch ſeine Ausſicht auf die Erbſchaft der Baronin gefielen, ſo ſuchte ſie ihn mit jenem Takt, der den meiſten Töch⸗ tern Cva's eigen iſt, in eine Converſation zu ver⸗ flechten. Unglücklicherweiſe wußte aber Harold nichts vom Modeton, war ſeit ſeiner Kindheit nicht in London geweſen, hatte niemals einem Ball, ſelbſt nur auf dem Lande angewohnt und hatte eine ſo beſcheidene Meinung von ſeiner Kenntniß der Muſik, daß er kaum mehr als ſeine Vorliebe dafür zu be⸗