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dem Geſpräch verloren hatte, aber nicht unnöthiger Weiſe die Unwahrheit ſagen wollte.
„Was glauben Sie wohl, daß er zu behaupten ſich erkühnte?“
Die Wittwe zuckte die Achſeln, als wenn ſie erwartete, irgend etwas Kindiſches zu hören.
„Daß Frauen ſelten den Mann, den ſie lieben, zum Gatten wählen, ſondern den Mann, von dem ſie geliebt zu ſein wünſchen.“
„Was am Ende, nach meiner Anſicht, auf Eines herauskömmt,“ erwiderte Mrs. Mortimer.
„Nicht ſo ganz, Mutter,“ ſprach der junge Mann. „Erlaube mir, meinen Gedanken auf populäre Weiſe auszuſprechen, und du wirſt mir zugeben, daß er richtig iſt. Denke dir, ich hätte geſagt, Frauen wählen ſelten das Kleid, das ihnen am beſten ſteht, ſondern das, welches ſie wünſchen, daß es ihnen am beſten ſtehe.“
„Das iſt Sache des Geſchmacks,“ rief Eugenia.
„Eben ſo iſt es mit der Ehe.“
„Nicht immer,“ verſetzte die junge Dame ſar⸗ kaſtiſch.
„Recht! ganz recht,“ fuhr der Officier in flüſtern⸗ dem Tone fort;„es gibt Frauen, deren Herzen nur durch den Verſtand gewonnen werden, durch gegenſeitige Sympathien, die ſich in gleicher Har⸗ monie, wie in der Muſik, begegnen; welche das Glück nicht blos da ſuchen, wo Reichthum und Rang zu finden iſt; die ihr Lächeln nur freiwillig ge⸗ währen und nicht verkaufen; welche den wahren Werth eines Mannes, trotz der Schmeicheleien, die ſie umgeben, zu würdigen wiſſen.“


