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„Ah! Sie widerrufen Ihre Ketzerei,“ bemerkte Miß Trelawny.
„Nein,“ erwiderte Albert;„ich gebe blos die Ausnahme meiner Regel zu; Ausnahmen,“ ſetzte er traurig hinzu,„die ich wohl geträumt, aber noch nirgends gefunden habe.“
„Suchen Sie,“ ſagte Eugenia kokett,„ſuchen Sie.“
„Wo?“ Das Wort war zu kühn, um es an⸗ ders, als im leiſeſten Tone zu flüſtern, ſo daß es ſeine Mutter nicht hören konnte.
Das ſchöne Mädchen erröthete tief, nicht ſowohl über die Frage, als über den leidenſchaftlichen Blick, der dieſelbe begleitete. Einen Augenblick lang war ſie in ſichtbarer Verlegenheit, aus welcher ſie aber glücklicher Weiſe der Eintritt Goroo's, eines ſchwar⸗ zen Jungen, den der General aus Indien mitge⸗ bracht hatte und Pagendienſt bei den jungen Da⸗ men leiſtete, riß. Der Knabe war nicht älter als zehn Jahre, und war in einen Kaftan von ſchar⸗ lachrothem Tuch, mit Gold eingefaßt, gekleidet und auf dem wolligen Haare ſeines Kopfes ſaß ein Turban von demſelben Stoffe.
„Was willſt du, Gorvo?“ fragte Mrs. Morti⸗ mer etwas ungeduldig, ſei es, daß ſie im Leſen der Times nicht geſtört ſein wollte oder aus irgend einem andern Grunde.
„Sehen Sie denn nicht,“ erwiderte der Junge mit grinſendem Munde, der von einem Ohr zum andern reichte, und mit bezeichnendem Blick auf den Präſentirteller, den er in der Hand hielt und auf welchem zwei Karten lagen.
„Gib ſie mir,“ ſagte Miß Trelawny.


