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bald als möglich meinen Wagen zu beſtellen, daß wir ohne Verzug nach Caen weiter reiſen können.
„Das iſt ganz unnöthig, Lady Hurricane,“ erwi⸗ derte Altamont;„weit entfernt, daß Ihre Gegenwart hier läſtig iſt, würde es meinem Freunde zum Ent⸗ zücken gereichen, wenn Sie die Weihnachten hier zu⸗ bringen wollten. Zudem kann ich im gegenwärtigen Augenblick das Schloß nicht verlaſſen, bis ich ver⸗ ſichert bin, daß unſere Wirthe außer Gefahr ſind.“
„Aber ich kann es, Sir,“ antwortete die Herzogin, ſich hoch aufrichtend,„und da ich meine beſondern Gründe habe, frühzeitig Caen zu erreichen, ſo beſtehe ich auf augenblicklicher Abreiſe. Carloſtein,“ fuhr ſite zu dem gufwartenden Diener fort,„beſtelle ſogleich den Wagen.“
„Es iſt unmöglich, Ladh Hurricane,“ fiel Alta⸗ mont ein,„vollkommen unmöglich, ich verſichere Sie.“
„Unmöglich! Sir, wie unmöglich?“
„Weil ich dieſen Morgen das Küchenfeuer mit einem der Hinterräder angemacht habe,“ erwiderte Altamont, ſich umdrehend.„Es war kein geſpalte⸗ nes Holz im Schloß; der Schnee iſt vor dem Thore anderthalb Fuß tief, und es gab kein ſiedendes Waſſer zum Frühſtück.“
Der Winter des Jahres 183— war beſonders ſtreng. Der Schnee im Garten von Schloß Ryuſ⸗ ſillon lag ſo hoch wie die Hecke, während der Park und die offene Gegend rings herum vier bis fünf Fuß tief in daſſelbe weiße Gewand gehüllt war.


