—
„Eiszapfen hingen an der Wand,
Im Kübel eingefroren war die Milch,
Das Blut erſtarrt; die Wege waren ſchlecht,
Und nächtlich ſang die Eule Uhu:
Uhi, uhu, ſpaßhaft gereimt,
Dieweil Schmutz⸗Jvan*) den Topf abſchäumt.“
Weihnachten wurde in demſelben Jahr auf Schloß Rouſſillon in ordentlichem, altengliſchem Sthle gefeiert. Die Geſellſchaft war allerdings nur kleinz aber wie ſie in der großen Schloßhalle ſo bei dem Mahle ſaßen und von dem etwas erhöhten Raum, welchen ſie einnahmen, auf die verſammelte Diener⸗ ſchaft herunter ſahen, die an einem niedrigen Tiſch das Roſtbeef, die Truthähne, Plumpuddings und Fleiſchpaſteten vor ihr bearbeitete, war es eine ſo gaſtliche Scene, wie dieſes Haus zu einer ſo feſtlichen Zeit ſeit wenigſtens einem halben Jahrhundert keine geſehen hatte.
Sobald die Tiſche weggerückt waren und die Da⸗ men in dem Nebenzimmer ihren Kaffee genippt hat⸗ ten, begann Altamont de Montdidier unter der Die⸗ nerſchaft einen Tanz zu arrangiren, wobei er ſelbſt der Herzogin von Hurricane die Hand bot, um die gehörige Stimmung in die Sache zu bringen.
Rateliffe Blount ſaß mittlerweile unter dem ge⸗ räumigen Kaminmantel in ſüßem Zwiegeſpräch mit Lady de Clifford und ihr Schmeichelworte in's Ohr flüſternd. Er war noch immer blaß von den Folgen ſeiner Wunde, die ohne die unabläſſige, Tag und
*) Johanna. A. d. U. Smith, Glücks⸗Soldat. I.


