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weil er in Folge von Krankheit hiezu nicht im Stande war, daß ſein Sohn gleichfalls ſchwer verwundet in dem Zimmer zunächſt demjenigen lag, wo ſie ſelbſt die Nacht zugebracht hatte, daß die Behauſung, wo ſie Zuflucht gefunden, Schloß Rouſſillon hieß und daß ſie für die Gaſtfreundſchaft beſagten Schloſſes dem Vater ihres ewigen Feindes, Rateliffe Blount, verpflichtet war.*.
Dieß war eine ziemlich unangenehme Unter⸗ brechung für die Einigkeit beim Frühſtück, und Alta⸗ mont de Mondidier, welchen man plötzlich in das Zimmer ſeines Freundes, deſſen Wunde von Neuem aufgebrochen war, gerufen hatte, fand bei ſeiner Rück⸗ kehr die Herzogin mit weitaufgeriſſenen Augen und einem nicht ſehr freundlichen Geſichtsausdruck, wie ſie voll Erſtaunen der Geſchichte zuhörte, welche ihr Kammermädchen von Claude Maralli, dem Jäger, erfahren, der ſie wieder von Pierre, dem Poſtillon, vernommen hatte, daß Sir Blount vergangene Nacht von einer Räuberbande durch den Kopf geſchoſſen, und daß ſein Sohn, der eben von ſeinen Kriegen heimkehrte, beinahe von derſelben Kugel getödtet worden war, während der Graf Ruuſſillon ſelbſt in dieſem Augenblick wirklich todt in dem Tapetenzimmer über ihnen lag.
„Mr. de Montdidier,“ ſprach Ihre Gnaden be⸗ dächtig,„ich bin Ihnen für Ihre Bemühungen zu unſern Gunſten hier und für die Zuflucht, welche Sie uns verſchafft haben, ſehr verpflichtet; aber, ich fürchte, Sir, unter den gegenwärtigen betrübten Um⸗ ſtänden dieſer Familie müſſen wir in hohem Grade ihr läſtig ſein. Wollen Sie alſo die Güte haben, ſo⸗


