270 friſchungen, deren die Damen ſo ſehr bedurften, zu ſerviren.
„Hier, Euer Gnaden,“ ſprach er zu der ſtattlichen Perſon, welche in Pelze gehüllt, die beiden Hände über der angenehmen Flamme der krachenden Blöcke ausſtreckte;„hier, Euer Gnaden, ſind die Ueberreſte eines guten Soupers, das der Spitzbube von Keller⸗ meiſter ohne Zweifel zu träg war abzuräumen. Ich erſuche Sie in meines Freundes Namen, nachdem Sie ſo lang auf dem unwirthlichen Wege dort gefroren haben, dieſen Fleiſchſpeiſen Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen. Lady de Clifford“ fuhr er fort,„folgen Sie dem Beiſpiel von Miſtreß de Montdidier; nach einem Glas Champagner, ſehen Sie, iſt dieſelbe be⸗ reits in die Unterſuchung dieſer päte de loie gras*) vertieft.“
Kurz, Altamont wußte nicht blos für ſeine Rei⸗ ſegefährten die Rolle des Wirthes zu ſpielen, indem er für ihre Bequemlichkeit während der Nacht ſorgte, die Pferde in den Stall brachte und auf alle mögliche Weiſe Hülfe leiſtete; ſondern es gelang ihm auch, kurz nach Tagesanbruch ſich den Beiſtand eines Arztes für ſeinen Freund zu verſchaffen, und er ſelbſt ver⸗ pflegte beide Kranke in der Zwiſchenzeit, die er ihnen widmen konnte.
Wirklich entdeckte erſt am nächſten Morgen, durch einen contre temps**) oder die ſpähende Neugierde der plaudernden Griſette, des Kammermädchens, Ihre Gnaden von Hurricane zu ihrem Erſtaunen, daß der Schloßherr ſich aus dem Grunde nicht ſehen ließ,
*) Gänſeleber⸗Paſtete. **) Widriger Zufall. A. d. U.


