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Der Leſer hat bereits ohne Zweifel errathen, daß der verabſchiedete Soldat und unſer alter Freund, Rateliffe Blount eine und dieſelbe Perſon waren. Sein unbedenklicher und entſchloſſener Charakter war ihm einmal gut zu Statten gekommen. Er war ge⸗ rade zu rechter Zeit angelangt, hatte ſeine blutigen Feinde auf der That ergriffen und ſeinen Vater von einem gewaltſamen Tod errettet. Nachdem er es mit dem franzöſiſchen Grafen ſummariſch abgemacht hatte, ſtieß er ihn mit ebenſo wenig Gewiſſensbiſſen, als wäre es ein Bündel ſchmutziger Kleider geweſen, aus dem Wege und wandte ſeine Aufmerkſamkeit dem be⸗ drohten Opfer zu.
Aus ſeinem Schlummer durch den plötzlichen Ueberfall erweckt, hatte der alte Gentleman ſich in ſeinem Bette aufgerichtet, um den tödtlichen gewal⸗ tigen Kampf, der in ſeinem Zimmer ſtattfand, zu be⸗ trachten; und nachdem er ſchaudernder Zeuge von deſſen Beendigung geweſen war, ſah er jetzt die hohe Geſtalt des Soldaten näher kommen mit der Abſicht, wie er vermuthete, der ganzen Affaire durch ſeine Er⸗ mordung ein Ende zu machen.
Beinahe hülflos und der Gnade ſeiner Feinde preisgegeben, welche ihn ſeit einigen Wochen auf ſei⸗ nem Zimmer in engem Gewahrſam gehalten, zur Unterzeichnung verſchiedener Dokumente zu ihren Gunſten gezwungen und in den letzten Tagen ihm ſelbſt die Nahrung entzogen hatten, war er ſchon ſeit einiger Zeit in der Erwartung dagelegen, daß man noch ſummariſcher mit ihm verfahren werde. Es iſt alſo nicht zu verwundern, daß er jetzt auf den Gedanken gerieth, ſeine letzte Stunde ſei gekommen.


