Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Ah! ſagte er, den Schläfer von Neuem betrach⸗ tend und deſſen Spitze befühlend,es iſt nicht nöthig.

Das Kiſſen von dem Stuhl neben dem Bett weg⸗ ſchiebend, legte er das Meſſer an ſeinen Platz und kam wiederum näher.

Der Soldat hatte indeſſen von ſeinem Verſteck aus Zeit, den Mörder in der Nähe zu betrachten. Es war eine athletiſche Geſtalt, mehr als ſechs Fuß hoch, in einen militäriſchen Ueberrock gekleidet, der vorn gleich der Bruſt einer Kropftaube auswattirt war, und trug einen großen Schnurrbart, der wie ein Schutzgatter über den Mund herabfiel.

Im nächſten Augenblick machte der Franzoſe, nachdem er das Kiſſen mit beiden Händen gewogen hatte, einen ſchnellen Schritt gegen das Bett und war im Begriff, ſich auf den Schläfer zu werfen, als er auf halbem Weg ſo feſt am Halſe, als ob man ihm einen Schraubſtock an die Luftröhre gelegt hatte, ge⸗ packt und mit aus ihren Höhlen tretenden Augen rückwärts durch das Gemach gedrängt und feſt gegen die Wand gehalten wurde.

Einen Augenblick war der Graf gelähmt und ſtarrte mit blauem, angeſchwollenem Geſicht auf den wüthenden Angreifer, der ſolcher Art ſeinen Kopf an das Getäfel heftete. In der nächſten Minute machte er die furchtbarſten Anſtrengungen, ſich loszureißen. Aber ſein Ringen war vergeblich; ſein Ueberwinder hielt ihn mit der Stärke und Entſchloſſenheit eines Raſenden; dieſer zog ihn dann weg, ſchleuderte ihn, halb erwürgt, zu Boden und ſchlug ihm mit einem Streich des eichenen Knüttels, den er in der rechten Hand hielt, den Schädel ein.