Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ſein Haupt, und auf dem Rücken hatte er einen Schnappſack.

Seine ſchöne Größe und die anmuthigen Verhält⸗ niſſe ſeiner wohlgeformten Glieder, der Kopf, hoch getragen mit einer Miene voll kühnen Muthes und Entſchloſſenheit, ließ ſich jedoch unter dem beſchmutz⸗ ten und zerriſſenen Zuſtand ſeines elenden Anzugs nicht verbergen; und das Bauernmädchen hielt, wenn es über ſeinen Pfad trippelte, gern an und ſchaute noch einmal nach dem hübſchen jungen Soldaten um, der da vorüberzog. Es antwortete jedoch kein Blick aus dem Augenwinkel des Wanderers, wenn die mun⸗ tere Dörflerin denſelben betrachtete; ſondern ernſte Entſchloſſenheit und der Vorſatz, den Raum gleich⸗ ſam zu überſpringen und mit den langen Meilen fer⸗ tig zu werden, ſchien denſelben beim Warſchiren ganz zu beherrſchen.

Ein ſtarker Eichenknüttel war in ſeiner Hand, gleich brauchbar zur Stütze auf ſeiner Reiſe, als zur Vertheidigung gegen Angriff. Die Nacht brach fin⸗ ſter und plötzlich herein, und der auf dem Laubwerk der dicht bewaldeten Gegend, welche er durchzog, an⸗ platſchende Regen, ſammt dem fernen Rollen des Donners verkündete dem Wanderer die Annäherung eines Sturmes.

Er hatte ſich in dem letzten Poſthauſe an der Straße, wo er Halt gemacht, etwa fünf Meilen wei⸗ ter zurück, nach Schloß Rouſſillon erkundigt und nach erhaltener Belehrung mit ſcheinbarer Gleichgültigkeit noch einige Fragen über deſſen gegenwärtige Inhaber hinzugefügt.