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Eine engliſche Familie hatte, wie man ihm er⸗ zählte, das Schloß einige Zeit bewohnt, aber die Nachbarſchaft wußte wenig von derſelben. Sie be⸗ ſchränkte ſich meiſt auf ihr eigenes Gebiet und war, außer gelegentlichen Reiſen nach und von Caen, ſel⸗ ten zu ſehen.
Der Name des alten Herrn, für welchen das Schloß zuerſt gemiethet worden, war Blount, wie er vernahm.„Le Sieur Blount, camarado,“ ſagte der Schenkwirth.„Ich wurde ſelbſt dort bei ihrer An⸗ kunft als Stallgehülfe in Dienſt genommen. Das war, als Sir Blount zuerſt von England kam. Da⸗ mals brachte er Wagen, Pferde, Hunde und viele Diener mit, gerade wie jeder andere engliſche Edel⸗ mann; aber ſeitdem iſt es ganz anders gegangen, und obwohl das Schloß mit den vielen Artikeln, die man von England damals herüber ſandte, beinahe neu möblirt worden war, ſammt dem Silbergeſchirr und andern werthvollen Gegenſtänden, iſt doch letzter Zeit in verſchiedenen Zwiſchenräumen Alles wieder weg⸗ gebracht und nach Paris, wo Lady Blount den Win⸗ ter zubrachte, geſchickt worden. Sir Blount ſelbſt,“ ſetzte der Franzoſe hinzu,„iſt un peu volage.*) Ha! ha!“ fuhr er fort, ſich nach dem Stalle wendend, „Ihr Engländer ſchluckt ſo viel Nebel auf Eurer mo⸗ raſtigen Inſel ein, daß Ihr immer mit vapeurs, wie Ihr es nennt, geplagt ſeid. Milord Blount hat ſich, höre ich, ſeit Monaten nicht außerhalb des Schloſſes ſehen laſſen. Er muß bewacht ſein, oder mag er ſich eines ſchönen Tages die Kehle abgeſchnitten haben⸗
*) Etwas unbeſtändigen Sinnes. A. d. U.


