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der entzündeten Maſſe ihm einen Vorſchmack des furchtbaren Todes gab, deſſen ſein Kind vor Ablauf weniger Minuten ſicher ſterben mußte.„O Himmel! Und gibt es alſo wirklich keine Rettung mehr von dieſem grauſamen Geſchick? O Himmel! wie habe ich geſündigt, daß Dein Zorn ſo ſchwer auf mir laſten ſoll? Ich kann nicht beten, meine Conſtanze; höre auf, in mich zu dringen. Wäre ich allein, ich könnte mich darein ergeben; aber das iſt zu entſetzlich. Ich kann Dich nicht verſengt und erſtickend in dieſer wachſenden Hitze, einem ſo peinlichen Tode unterlie⸗ gen ſehen. Beim Himmel, wir wollen dem von dem Schiffsvolk gegebenen Beiſpiele folgen und uns, ein milderes Loos zu finden, in die Tiefe ſtürzen.“
Mit dieſen Worten faßte der Herzog ſeine Tochter in die Arme und wollte eben in einem Anfall wahn⸗ ſinniger Verzweiflung mit ihr in die ſchäumende See ſpringen; da faßte ich ſeinen Arm und verhin⸗ derte die Ausführung dieſes Vorſatzes, indem ich auf einen dunkeln, im Schatten befindlichen Gegenſtand deutete, der eben, wie er aus der fernen Finſterniß hervortauchte, zu unterſcheiden war.
Im nächſten Augenblick erhob ſich das laute Ge⸗ ſchrei von unſerem Schiff:„ein Segel, ein Segel! wir ſind gerettet!“
Es verhielt ſich allerdings ſo. Ein großes Fahr⸗ zeug hatte im Augenblick unſern Pfad gekreuzt und ſich wieder in der Dunkelheit verloren. Alles war jetzt Stille und Erwartung. Für den Unerfahrenen war der bloße Umſtand, daß ein Schiff in der Nähe ſich befand, eine rettende Thatſache, aber die Seeleute wußten es beſſer. Kein Boot konnte ſich nur eine


