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Geiſt aufrecht erhalten. Der Anblick Ihrer alten Kamaraden wird Ihnen wohl thun.“
„Danke Ihnen,“ antwortete er matt,„danke Ih⸗ nen; ſo ſagte mir auch der Große Medicin⸗Mann in London:— hhalten Sie Ihren Mund geſchloſſen, ſprach er, und vermeiden Sie die Flaſche, dann wer⸗ den Sie geneſen. Aber, o Gott! Sir, ich konnte der Verſuchung nie widerſtehen. Ich bin der Mär⸗ threr der Unverdaulichkeit; und im Augenblick, da ich Nahrung zu mir nehme, leide ich die Qualen der Verdammniß. Brandy und Waſſer iſt Alles, wovon ich lebe; mein Arzt erlaubte mir nur drei geröſtete Butterbrodſchnitten täglich, und ein Glas Madeira; aber ich weiß, ich werde eine Unbeſonnenheit begehen, wenn die Seekrankheit von dieſer Reiſe vovüber iſt. Ich eſſe ſicher wie zu Lande— wenn wir anders Land ſehen— denn das Wetter ſcheint nicht geneigt, ſich zu beſſern. Der Kapitän ſieht ängſtlich aus, und die Matroſen ſind ſchweigſam und ernſt— ein ſicheres Zeichen, daß wir eine ſchlechte Nacht haben werden. Wenn ich nur einen oder zwei von der Mannſchaft finden könnte, um mir hinunterzuhelfen, ſo würde ich dankbar dafür ſein. Verflucht ſei die See, ſage ich, denn nie ſehe ich ein Schiff, ohne daß es mich an die beſchwerlichen Monate erinnert, die ich in frühern Tagen an Bord der Transportkäſten, in wel⸗ chen wir gewöhnlich ausgeſandt wurden und ſcheiter⸗ ten, zugebracht habe. Wohl, Gentlemen, da Sie ſagen, daß Sie gerade zu Ihren verſchiedenen Regi⸗ mentern ſtoßen wollen, wünſche ich Ihnen Glück; es iſt ein glorreicher Beruf; ich habe manches Jahr darin ver⸗ lebt undmeine Zeit nicht ſehrunangenehm zugebracht.“


