Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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des Zimmers ſeiner Schweſter, ſo ſehr waren ſie be⸗ eilt, ihr Glück zu wünſchen.

Der Freudenbote fand Mutter und Kind auf einem Haufen Kiſſen in der Vertiefung eines großen, auf den Park gehenden Fenſters ſitzen. Mignonne hatte geweint; Thränen hingen noch an ihren langen, ſchwarzen Augenwimpern, und ihr Knabe ſuchte ſie durch ſeine zärtlichen Liebkoſungen zu trocknen.

Der Traum der jungen Mutter war ſo tief, daß ſie nicht einmal die Annäherung ihres Bruders hörte, bis ein Freudenruf des Kindes ihr ſeine Gegenwart verrieth. Einen Augenblick darauf war ſie in ſeinen Armen.

„Immer weinen!“ ſagte er.

„Du biſt doch nicht böſe über mich?“

„Böſe?“ wiederholte der Er⸗Tänzer mit einer vor Rührung erſtickten Stimme,„böſe über Dich! Ich müßte der elendeſte Undankbare auf Erden ſein, wenn ein Gedanke von Zorn gegen Dich ſich in mein Herz ſchliche! Das hieße ſo viel Zärtlichkeit und Geduld ſchlecht belohnen! Wenn ich an Alles denke, was Du gelitten haſt, Mignonne, durch meine Schud

„Durch Deine Schuld! O, Du biſt immer der beſte und auf alle meine Bedürfniſſe aufmerkſamſte der Brüder geweſen.“

„Aufmerkſamer als Du Dir vorſtellſt,“ ſetzte Sam lächelnd hinzu.

Seine Schweſter ſah ihn mit fragender Miene an.

„Oder vielmehr, die Vorſehung hat Alles ſo ge⸗ ordnet. Ich darf mir kein Verdienſt zuſchreiben, das mir nicht gebührt. Hat ſie uns nicht rein und