Secunde wurde der Wagen ſichtbarer, und ſie ſtürz⸗ ten den Ankommenden entgegen.
Nachdem die erſten Begrüßungen vorüber waren, erkundigte ſich Sam nach ſeiner Schweſter.
„Sie iſt bei ihrem Knaben,“ antwortete Marion. „Wir konnten ſie nicht dazu bringen, uns zu beglei⸗ ten; ſie ſcheint glücklicher in der Einſamkeit. Wenn das Herz traurig iſt, wird ſelbſt die Stimme der Freundſchaft zudringlich.
„Das Lächeln derſelben wird Ihre Zuneigung noch belohnen!“ rief Sam.„Bald werden ihre Thrä⸗ nen getrocknet ſein.“
Die Frauen ſahen ihn mit neugieriger Miene an.
Auf dem Rückweg in das Schloß erzählten die Reiſenden ihre Abenteuer: Mabels Tod, die Ent⸗ deckung des Plans, wodurch ſich Roderich eines Theils von dem Vermögen Sir Mare Raymonds zu be⸗ mächtigen hoffte, die Verhinderung der Heirath am Fuße des Altars, und endlich die Anerkennung der Rechte Mignonne's auf den Titel Lady Raymond.
„Gott ſei gelobt!“ rief Miß Barnard, die Augen voll Thränen,„welche Leiden und Gewiſſensbiſſe ſind damit vermieden! Die arme Mary Groſſette kann noch auf Glück hoffen.“
„So iſt alſo Andrew Groſſette genöthigt, ſich einen andern Tochtermann zu ſuchen,“ ſagte der Bankier;„es freut mich für das arme Mädchen.“
„Ich fühlte Bedauern für ſie,“ ſetzte Sam hinzu.
„Bedauern!“ wiederholte Barnard,„ja doch, Sie verabſcheute ihren Bräutigam.“
Die Damen begleiteten Sam bis an die Thüre


