Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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tugendhaft mittem im Elend und unter ſchlechten Beiſpielen bewahrt?“

„Wahr!“ flüſterte Mignonne ſeufzend.

„Hat ſie nicht zu unſeren Bemühungen gelächelt, indem ſie uns Reichthum gab?“

„Wieder wahr!“

„Haben wir nicht Freunde?“

„Vortreffliche Freunde.“

„Frieden des Herzens, kurz Alles, was man wünſchen kann?“

„Du haſt das Alles, und Du verdienſt es, Sam, aber ich!“ Mignonne ſah auf ihr Kind und brach in Thränen aus.„Frieden des Herzens, ich werde ihn nie mehr kennen!“

„O ja! die Prüfungen ſind vorüber!“ rief Sam. „Gott ſchenkt ihn Dir. Schau mich an: Du weißt, daß ich Dich nicht täuſchen möchte. Deine Heirath iſt geſetzlich!“

Ein ſchwacher Schrei entſchlüpfte Mignonne's Lippen, und ohnmächtig ſank ſie ihrem Bruder in die Arme.

Als ſie wieder zur Beſinnung kam, drückte ſich ihr Kind, das ſie hinfort ohne Erröthen anerkennen durfte, an ihre Bruſt, die Arme um ihren Hals ge⸗ ſchlungen; Marion, Mrs. Herbert und unſer Held ſtanden neben ihr.

„Iſt es ein Traum?“ rief ſie, um ſich blickend.

„Es iſt Wirklichkeit,“ antwortete Sir Walter, ihre Hand faſſend.„Lady Raymond, empfangen Sie die Glückwünſche Ihrer Freunde.“

Darauf entfernte er ſich mit Sam, indem er be⸗